Flexaton
Flexaton, von englisch to flex a tone für »einen Ton biegen« Idiophon (Rassel, Aufschlagidiophon, Schlaginstrument), Perkussionsinstrument, das zur Tonerzeugung entweder geschüttelt oder angeschlagen wird.
Das Flexaton besteht aus einem langgestreckten, u-förmigen Bügel, an dessen breiterer offener Seite eine Zunge aus Federstahl gleicher Breite, aber etwas kürzerer Länge befestigt ist; die Zunge reicht in den Bügel, der seinerseits als Handgriff dient. An das spitz zulaufende Ende er Zunge sind zwei mit Leder überzogenen Holzkugeln mittels kurzer Schnurstücke gebunden. Das ganze Instrument ist etwa 20 Zentimeter lang.
Es sind drei Spielweisen üblich: Zum einen wird das gesamte Flexaton in der Hand geschüttelt, so dass die Kugeln im Wechsel gegen das Blech schlagen. Zum anderen wird mit einem Stock oder Schlägel auf die Zunge geschlagen, so dass die Kugeln ihrerseits in Bewegung geraten und das Blech anschlagen. Währenddessen kann der Instrumentalist auch das Blech biegen, so dass sich ein Glissando ergibt. Natürlich ist es auch möglich, das Blech mit dem Daumen der anhaltenden Hand zu zupfen, und auf diese Weise die Kugeln zur Bewegung zu bringen.
Das Flexaton wird notiert und erzeugt Töne etwa im Bereich von h1 bis d4. Vereinzelt wurde es in der Kunstmusik verwendet, so etwa von Hans Werner Henze, György Ligeti und Alfred Schnittke, doch ist es als Effektinstrument in unterschiedlichem Kontext zu finden.
